Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
136 Menschen erreichen El Hierro auf kleinem Boot
Boot mit über hundert Menschen an Bord gesichtet
In der Nacht zum Donnerstag hat die Seenotrettung ein sogenanntes Cayuco, ein einfaches Holzboot, südlich der Insel El Hierro entdeckt. An Bord befanden sich nach Angaben von Salvamento Marítimo, der staatlichen Seenotrettungsgesellschaft, 136 Menschen. Das Boot wurde etwa 22 Kilometer vor der Küste lokalisiert.
Sichere Begleitung in den Hafen
Daraufhin wurde das Seenotrettungsboot “Diphda” vom Kontrollzentrum in Teneriffa zu der Stelle entsandt. Die Besatzung begleitete das überladene Migrantenboot sicher in den Hafen von La Restinga auf El Hierro, der südlichsten Insel der Kanaren. Diese Begleitung ist eine Standardprozedur, um die Sicherheit der oft seeuntüchtigen und überfüllten Boote bis zum Erreichen des Festlandes zu gewährleisten.
Wer war an Bord?
Nach der Ankunft im Hafen konnten alle 136 Personen von Bord gehen. Unter den Geretteten waren sieben Kinder und 22 Frauen. Die übrigen Personen waren Männer. Ein medizinisches Team, das vor Ort in Bereitschaft war, übernahm anschließend die Erstversorgung der Migranten, wie es bei solchen Ankünften üblich ist.
El Hierro: Kleine Insel, häufiges Ziel
Die Kanarische Insel El Hierro ist in den letzten Jahren vermehrt zum Ziel von Migrationsrouten über den Atlantik geworden. Auf der kleinen, westlichsten Insel des Archipels landeten in den vergangenen Monaten bereits zahlreiche Boote mit Menschen an, die von der afrikanischen Küste aus aufgebrochen waren. Die Route gilt aufgrund der starken Strömungen und der langen Distanz als besonders gefährlich.